Dein eigenes Fitnessstudio gründen - MAGICLINE Blog

Dein eigenes Fitnessstudio gründen

Teil 1

Bild: Fitnesssoftware Magicline im Studio

Die Entscheidung

Es bedarf viel Mut, Disziplin und Engagement, um sein eigenes Fitnessstudio zu gründen. Die vielen Aufgaben, die vor potentiellen Existenzgründern liegen, können mitunter beängstigend sein. Wir möchten dich bei deinem großen Schritt unterstützen und dich durch diese spannende Zeit begleiten. Dafür haben wir die wichtigsten Punkte gesammelt, die du beachten solltet. 

Außerdem bieten wir dir eine kostenlose Gründerberatung an. Je eher wir über deine Pläne sprechen, desto effektiver können wir dich unterstützen. Vereinbare einfach einen Termin:

Fitnessstudio gründen: Ist es das Richtige für dich?

Nicht jeder ist dafür gemacht, sein eigener Herr zu sein und mit dem Risiko der Selbstständigkeit umzugehen. Um festzustellen, ob eine Existenzgründung das Richtige für dich ist, stelle dir folgende Fragen:

  • Bist du von ganzem Herzen davon überzeugt, dass die Selbstständigkeit genau das Richtige für dich ist?
  • Bist du bereit, neue Wege zu gehen, in den ersten Jahren auf Urlaub zu verzichten und immer ein bisschen mehr zu leisten, als von dir erwartet wird?
  • Verfügst du bereits über eine Berufsausbildung und/oder längere Berufserfahrung in der Fitnessbranche oder sonstige fachliche Kompetenz?
  • Hast du grundlegende kaufmännische bzw. betriebswirtschaftliche Kenntnisse oder gibt es eine Person deines Vertrauens, die deine Finanzen für dich im Blick hat?
  • Verfügst du über ein gewisses finanzielles Polster, mit dem du die Anfangszeit problemlos überbrücken kannst?
  • Traust du dir zu, alle Aufgaben im Blick zu haben und die meisten davon (gerade am Anfang) selbst zu erledigen?
  • Denkst du, dass du geistig und körperlich fit genug bist, um den Belastungen sowie dem vorprogrammierten Stress während der Anlaufphase standzuhalten?
  • Bist du gut in der Branche vernetzt und traust dir zu, dein Netzwerk weiter auszubauen?
  • Stehen deine Partner, deine Familie und deine Freunde hinter dir und halten dir den Rücken frei, während du dich um den Unternehmensaufbau kümmerst?

Wenn du alle Fragen mit einem klaren „Ja“ beantworten konntest, gratulieren wir dir. Du hast die Grundvoraussetzungen für eine Studiogründung. Zielstrebigkeit, Ehrgeiz, Selbstbewusstsein, Mut, Realismus, Energie und Willensstärke sind für dein Vorhaben ganz zentral. Dennoch: Nur damit alleine gründest du noch kein erfolgreiches Unternehmen. Der nächste Schritt ist eine ausgereifte Businessidee.

Bild: Frau am Laptop
Überlege dir ganz genau, welche Strategie du für dein Studio verfolgen möchtest

Wie sieht deine Businessidee aus?

Bevor es an den eigentlichen Businessplan geht, musst du dir vorher Gedanken zum Fundament deiner Businessidee machen:

Für was soll dein Studio stehen?

Gibt es einen bestimmten Studiotyp, der dir ganz besonders am Herzen liegt oder in dem du deine Erfahrungen gesammelt hast? Dann sollte diese Richtung auch dein Fokus sein. Das kann EMS, Ernährungsberatung, Personal Coaching oder sonstiges sein. Je wohler du dich in deinem Umfeld fühlst und je mehr Erfahrungen du in dem Bereich hast, desto einfach wird es ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen.

Was macht es so einzigartig oder muss es gar nicht einzigartig sein?

Schau dir deine Konkurrenz an: Bist du mit deiner Businessidee alleine? Nein? Was unterscheidet dich dann von den Konkurrenten. Ein Alleinstellungsmerkmal hilft dir bei der Wiedererkennung und Kundengewinnung.

Bietest du in der Umgebung als einziges Studio Öffnungszeiten rund um die Uhr an? Ist bei dir das Coaching besonders? Überlege dir, was dich von allen anderen in deiner näheren Umgebung unterscheidet. Finde also deinen USP (Unique Selling Point).

Wer ist deine Zielgruppe?

Dies ist eine der zentralen Fragen einer Existenzgründung. Wen möchtest du erreichen? Darauf baut dein gesamtes Geschäftsmodell auf. Fokussierst du dich auf eine breite Masse – also alle, die Sport machen wollen – oder hast du eine spitzere Zielgruppe, z.B. junge Erwachsene, Profisportler etc.?

Hast du deine Zielgruppe definiert, überlege, welche Bestandteile in deiner Idee enthalten sein müssen, damit du genau diese Zielgruppe für dich gewinnen kannst. Ein Beispiel: Eine junge, sehr sportaffine Zielgruppe benötigt andere Ansätze als eine ältere, weniger aktive Zielgruppe.

Schaue dir dafür auch deine Konkurrenz an und analysiere, wen sie ansprechen. Aktuelle Studien zum Thema Sport können ebenfalls weiterhelfen, deine Zielgruppe genauer zu definieren.

Bild: Eine Gruppe nach dem Sport
Fitnessstudio gründen: Die Zielgruppendefinition bestimmt deine Studioausrichtung

Welchen Businessplan hast du? 

Wenn du deine Grundidee definiert hast, bist du bereit für den nächsten Schritt. Ein Businessplan ist unglaublich aufwändig und benötigt viel Zeit. Nimm sie dir auch, denn er ist essenziell für dich und potentielle Geldgeber. Dein Businessplan sollte alle wichtigen Punkte beinhalten. Im Groben sind das folgende:

  • Ausgangslage
  • Qualifikation der Antragsteller
  • Standort- und Marktanalyse
  • Inhaltliche Konzeption
  • Räumliche Konzeption
  • Investitionsplan
  • Finanzierungsplan
  • Personalplanung
  • Marketingkonzept
  • Kostenvorschau
  • Umsatzvorschau
  • Rentabilitätsvorschau
  • Liquiditätsplan

Kannst du einen genannten Punkt nicht beantworten, solltest du dir darüber noch einmal Gedanken machen, denn du benötigst sie alle für eine erfolgreiche Unternehmensplanung.

Der Businessplan unterstützt dich außerdem bei der Beantragung von Krediten und Fördermitteln. Er dient als Grundlage für die Entscheidung von Banken, ob sie dir finanziell unter die Arme greifen oder nicht.

Bild: Männer, die Hände schütteln
Ein überzeugender Business Plan ist die Grundlage für eine Finanzierung

Wie finanzierst du dein Vorhaben?

Der Grundstein ist gelegt und dein Businessplan geschrieben – dann geht es nun an die Finanzierung. Überlege zuerst, wie viel Eigenkapital du in deinen Traum fließen lassen kannst. Welche finanzielle Ausgangslage hast du also?

In der Regel reicht das Startkapital für eine Existenzgründung nicht aus. Deshalb besteht ganz klassisch die Möglichkeit für einen Bankkredit. Dafür hast du bereits deinen Businessplan erstellt. Darüber hinaus hast du die Möglichkeit Fördermittel und Zuschüsse zu beantragen. Wichtig hierbei ist, dass diese von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind. Du musst dich also gut informieren, was bei dir angeboten wird.

Vergleiche außerdem die Konditionen deiner Bank mit denen der Förderprogramme. Erfüllst du zum Beispiel die Voraussetzungen für Förderprogramme? Oft musst du unter anderem fachliche Qualifikationen vorweisen können, um berücksichtigt zu werden.

Zusätzlich zu Krediten und Förderprogrammen kannst du dich natürlich auch mit einem Gleichgesinnten zusammenschließen und gemeinsam das Projekt auf die Beine stellen. Damit erhöht sich in der Regel das Startkapital, allerdings hast du nun keine alleinige Entscheidungsfreiheit mehr. Überlege gut, ob diese Option für dich die Richtige ist.

Wo findest du Anschluss bei anderen Existenzgründern?

Die Existenzgründung kann ganz schön aufregend und beängstigend sein. Deshalb sind Menschen wichtig, die dich bei deinem Vorhaben unterstützen. Dazu zählen natürlich Familie und Freunde, die hinter dir stehen, aber auch Gleichgesinnte.

Es kann beruhigend sein zu sehen, dass andere Existenzgründer mit ähnlichen Themen kämpfen wie du. Dafür gibt es in Deutschland verschiedene Anlaufstellen und Verbände, die du nutzen kannst.

Du kannst bspw. Gründermessen (Aufschwung, Ignition, Startup Camp, CeBITScale11, etc.) besuchen und aktiv den Austausch suchen. Werde Teil von einschlägigen Gruppen in sozialen Netzwerken und diskutiere mit anderen.

Wenn du professionelle Beratung und Unterstützung für deine Existenzgründung suchst und dich dafür nicht in Umkosten stürzen möchtest, sprich uns gerne auf unsere kostenlose Gründerberatung an.

Bild: Team von Bedarf.de
Das Team von bedarf.de hilft dir bei all deinen Fragen zur Gründung deines Fitnessstudios.

Fazit

Der Grundstein ist gelegt: Du hast eine Idee, einen Businessplan, die nötige Finanzierung und, ganz wichtig, den Mut und die Energie für dein eigenes Sportstudio. Jetzt geht es an die Umsetzung deiner Idee. Auch bei diesem Schritt lassen wir dich natürlich nicht alleine.

In unserem zweiten Teil der Reihe erfährst du mehr über die Wahl der Gesellschaftsform, des Studionamens, des Ortes sowie den Vor- und Nachteilen eines Franchisesystems.

Hier geht es zu allen weiteren Beiträgen der Reihe „Dein eigenes Studio gründen“:

Noch Fragen?
+2
Yvonne, Mathias und 3 andere von der Magicline helfen dir gerne weiter

Du bist Gründer und möchtest eine effiziente Gründerberatung? Dann vereinbare direkt einen Termin mit uns.

Abbrechen
Jetzt Magicline Newsletter abonnieren und nichts mehr verpassen
Bist du Magicline-Kunde?
Abonnement zustimmen
Super, fast geschafft!

Bitte schaue in deinem E-Mail-Postfach nach, ob unsere Einladung zum Newsletter angekommen ist, und bestätige diese, um in Zukunft auf dem Laufenden zu bleiben.

Mit dem Nutzen dieser Website stimmst du gemäß unserer Datenschutzrichtlinien dem Verwenden von Cookies zu.