Die Bedeutung von betrieblicher Gesundheitsförderung

Interview mit Tarik Bekrater von Fitnesshaus Walsrode

Betriebliche Gesundheitsförderung

Ein Umdenken findet statt

In unserem Artikel “Deine Chance: Betriebliche Gesundheitsförderung” haben wir dich über die aktuellen Zahlen der DAK Studie informiert.

Da in den Unternehmen und auch bei Gesundheits- und Fitnessanbietern ein Umdenken stattfindet, haben wir einen absoluten Experten im Bereich BGM zum Interview gebeten. Tarik Bekrater ist Geschäftsführer vom Fitnesshaus Walsrode, ausgebildeter Physiotherapeut und bringt über 25 Jahre Erfahrung mit. Seit über 7 Jahren spezialisiert er sich außerdem auf das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) und erstellt bundesweit für namhafte Unternehmen BGM-Konzepte. Tarik sieht nicht nur Unternehmen in der Pflicht etwas für die Gesundheit von Mitarbeitern zu tun, sondern auch Fitnessanbieter.

Bild: Tarik Bekrater
Tarik Bekrater, Geschäftsführer vom Fitnesshaus Walsrode, ausgebildeter Physiotherapeut und Experte im Bereich BGM

Interview mit Tarik Bekrater

Hallo Tarik,

danke, dass du dir heute die Zeit nimmst und mit uns über die erschreckenden Zahlen der DAK Studie und Firmensport als Lösung sprichst.

Haben dich die Ergebnisse der aktuellen DAK Studie als Fitnessanbieter überrascht?

Nein, nicht wirklich. Die Studie ist sehr aktuell und beschreibt absolut den aktuellen Ist-Zustand. Ich kann voll und ganz unterschreiben, was dabei herauskam. Es ist das, was ich derzeit in Unternehmen beobachte. Mittel- bis langfristig wird diese Entwicklung Arbeitgeber vor echte Probleme stellen.

Wie wichtig siehst du in diesem Zusammenhang die betriebliche Gesundheitsförderung? Hat sich die Bedeutung durch die Pandemie geändert?

“In großen Unternehmen ist der Krankenstand sehr hoch. Die Ursachen sind sehr verschieden. Hierzu gehören natürlich der Mangel an Bewegung, aber auch Themen wie Mobbing, Stress oder Fehlbelastungen. Dabei gibt es oft keinen Unterschied zwischen Bürojobs oder körperlicher Arbeit. Auch der Trend zum Home Office – während, aber auch nach Corona – hat einen Beitrag geleistet und körperliche Beschwerden wie Rückenschmerzen und Co. noch verstärkt. Deshalb ist es wichtig zu beurteilen, ob ein Arbeitsplatz krank macht und dann eine individuelle Lösung zu finden.

Bild: Arbeitsplatz
Macht ein Arbeitsplatz krank?

Corona hat definitiv die Prioritäten geändert. Das Thema von skeletalischen Erkrankungen war auf einmal wie weggewischt. Die Pandemie dominierte alles und entsprechend waren auch die Prioritäten der Unternehmen anders gelagert. Wenn sich aber alles stabilisiert hat, werden auch Themen wie Rückenbeschwerden oder Knieschmerzen wieder aktueller. Und langfristig wird es sogar darüber hinaus gehen. Dann werden auch Herz-Kreislauf-Probleme steigen.”

Haben Unternehmen die Notwendigkeit für BGM erkannt? Findet ein Umdenken statt?

“Ja, durch Corona ist das Thema BGM noch stärker im Wandel. Es findet ein Umdenken statt – nicht nur bei Unternehmen, sondern auch bei Fitnessanbietern. Es ist bereits in den Köpfen vieler Unternehmen angekommen, dass BGM angeboten werden sollte. Aber es gibt zwei große Hürden: 1. Viele wissen einfach nicht, wie sie BGM in ihrem Unternehmen umsetzen sollen. 2. Es fehlt das Bewusstsein und die Akzeptanz für BGM. In aller erster Linie werden nämlich immer erst die Kosten gesehen.

Oft mündet es dann in Lösungen, die nicht individuell auf die einzelnen Mitarbeiter zugeschnitten sind, wie bspw. einheitliche Bürostühle, höhenverstellbare Schreibtische und Co.“

Tarik Bekrater

„BGM ist schwer greifbar für ein Unternehmen und viele verstehen nicht, warum sie in diesen Bereich investieren müssen, damit es den Mitarbeitern gut geht.”

Tarik Bekrater

Welche Rolle spielen Gesundheits- und Fitnessanbieter beim Thema Firmensport?

“In der Regel erhalten Unternehmen Inspiration und Information zum Thema BGM von Krankenkassen. Diese kommunizieren bisher am aktivsten dazu. Das würde ich mir auch von Fitnessstudios und Gesundheitsanbietern wünschen – dass sie aktiv an Unternehmen herantreten und sich für BGM stark machen. Sie müssen sich mehr für die Gesundheit einsetzen.

Allerdings haben die Studios gerade ganz andere Themen auf dem Zettel. Sie beschäftigen sich damit, wie sie ihr Business wieder ans Laufen bekommen und die Verluste der Lockdowns wieder wett machen.” 

Wie können Fitnessanbieter diese Veränderung der Arbeitswelt also nun konkret für sich nutzen?

“Ich glaube, dass Fitnessanbieter davon profitieren können, wenn sie proaktiv auf die Unternehmen zugehen, Firmensport anbieten und individuelle Konzepte mit Unternehmen gemeinsam entwickeln. Damit meine ich nicht Angebote wie ‘die Mitgliedschaft für deine Arbeitnehmer ist 5 Euro günstiger’, sondern z.B. einen Kurs, der ganz individuell auf die Bedürfnisse eines Unternehmens zugeschnitten ist. Trainer können wiederum für eine aktive Bewegungspause in dem Unternehmen vorbeischauen.

Auch ein engerer Schulterschluss mit den Krankenkassen  – wie es Physiotherapeuten bereits machen – kann hilfreich sein.

Wichtig ist aber die Kommunikation! Studios müssen ganz deutlich und aktiv kommunizieren, dass sie ein Angebot haben, dass Mitarbeiter in ihrer Gesundheit unterstützt. Dafür muss Content geschaffen werden.

Deshalb finde ich auch den Ansatz von MySports, gerade im Vergleich auch zu anderen auf dem Markt, so gut. Denn es wird hier proaktiv mit Unternehmen kommuniziert und ein individuelles Set-up erstellt. Das entlastet Fitnessstudios und bietet eine maßgeschneiderte Lösung für Unternehmen.”

Bild: MySports Firmensport
Ein innovatives MySports Firmensport-Konzept motiviert Mitarbeiter zu mehr Bewegung

Wie glaubst du, wird die Zukunft in diesem Bereich aussehen? Gibt es Trends, die sich abzeichnen?

“Früher war es häufig so, dass sich Fitnessstudios mit Unternehmen zusammengeschlossen und dann auf dem Gelände ein Studio eröffnet haben. Das wird zukünftig immer weniger werden, denn Unternehmen glauben, dass davon nur die Studiobetreiber profitieren. Fitnessstudios haben leider immer noch ein schlechtes Image nach außen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass sie sich aktiv für die Gesundheit einsetzen und nochmal – kommunizieren!

Ich glaube, dass es in Zukunft BGM Zentren geben wird, die das Thema bündeln und eng mit Gesundheits- und Fitnessanbietern zusammenarbeiten werden. 

Außerdem werden auch immer mehr Führungskräfte in die Verantwortung genommen. Über diese erreicht man die Mitarbeiter am besten. Schulungen und Sensibilisierung wird sicherlich ein fester Bestandteil in Unternehmen werden. Denn eins ist klar: Mitarbeiter brauchen Zeit für ihre Gesundheit. 

Tarik, danke für die informativen Einblicke!

Jetzt bist du dran!

Wenn du Unterstützung bei deinem persönlichen Firmensportangebot benötigst, melde dich gerne unverbindlich und kostenlos bei unserem Firmensport-Experten.

Weiterführende Informationen zu unserem MySports Firmensport-Ansatz findest du auf unserer Featureseite 

Du kennst MySports Firmensport bereits und möchtest nun auch deine Mitglieder davon überzeugen, damit sie ihre Arbeitgeber von Idee begeistern? Bestelle hier kostenlose Werbemittel, die du für deine Firmenakquise benutzen kannst:

Noch Fragen?
Magicline Support Magicline Support Magicline Support +2
Jonas, Sven und 3 andere von der Magicline helfen dir gerne weiter

Du bist an dem Thema Firmensport interessiert und hättest gerne mehr Informationen zu MySports? Dann melde dich kostenlos und unverbindlich bei uns.

Abbrechen
Jetzt Magicline Newsletter abonnieren und nichts mehr verpassen
Anrede
Abonnement zustimmen
Super, fast geschafft!

Bitte schaue in deinem E-Mail-Postfach nach, ob unsere Einladung zum Newsletter angekommen ist, und bestätige diese, um in Zukunft auf dem Laufenden zu bleiben.