Tipps für Studiogründer - MAGICLINE Blog

Geschützt: Tipps für Studiogründer

Was du bei der Eröffnung eines Fitnessstudios beachten solltest

Fitness liegt nach der Corona-Krise stärker im Trend als zuvor. Immer mehr Menschen gehen in Deutschland ins Fitnessstudio. Kein Wunder, dass es zunehmend mehr junge Gründer gibt, die in der Eröffnung eines Studios ihre Chance wittern.

Doch was muss bei der Studiogründung und Eröffnung eines Fitnessstudios beachtet werden? Aus Gesprächen mit unseren Kunden wissen wir nur zu genau, wie anstrengend der Weg zu einem erfolgreichen Fitnessstudio ist. Aus diesem Grund haben wir in diesem Beitrag einige der wichtigsten Tipps für die Studiogründung zusammengefasst.

Grundvoraussetzungen zur Gründung eines Fitnessstudios

Die gute Nachricht direkt vorweg: Um ein Fitnessstudio zu eröffnen, sind gesetzliche Voraussetzungen, wie zum Beispiel ein Meisterbrief, nicht notwendig. Auch eine bestimmte Berufsausbildung ist für die Anmeldung des Gewerbes nicht zwingend vorgeschrieben. Somit hat quasi erstmal „jeder“ das Recht, ein Fitnessstudio zu eröffnen.

Allerdings werden bestimmte Förderprogramme nur dann garantiert, wenn bestimmte fachliche und kaufmännische Qualifikationen vorliegen. Zu diesen Qualifikationen gehören unter anderem der Dipl. Sportlehrer oder Sportlehrer/in, ein erfolgreicher Abschluss als Fitnessökonom oder Krankengymnast und Physiotherapeut.

Außerdem sollte sich jeder Gründer vorab Gedanken machen, wie die Finanzierung seines Vorhabens im Detail funktionieren soll. Denn damit steht und fällt am Ende das gesamte Vorhaben.

Ein überzeugender Businessplan ist der erste Schritt!

Businessplan für die Studiogründung

Ein Businessplan gibt Aufschluss darüber, wie Gründer ihr Unternehmen und damit das Fitnessstudio wirtschaftlich betreiben wollen. In solch ein Dokument gehören realistische Einschätzungen der Betriebsausgaben sowie anfallende Anschaffungs- und Personalkosten. Eine saubere Ausarbeitung sowie ein gut strukturiertes Unternehmenskonzept bilden die Grundlage für zukünftige Verhandlungen mit Externen, wie zum Beispiel Kredit- und Förderinstitutionen. Je mehr Informationen in einem Businessplan vorhanden sind, desto leichter fällt es, das Geschäftsrisiko zu bewerten. Denn genau das machen Geldgeber, sie prüfen, ob sich die Investition auszahlt.

Tipps für Studiogründer, zur Erstellung eines Businessplans gibt es auf der Webseite des DSSV. Hier gibt es diverse Dokumente zum Download wie zum Beispiel einen Finanzierungsplan.

Franchise-Studio ja oder nein?

Eine der wichtigsten Fragen bei der Studiogründung ist auf jeden Fall, ob sich einem Franchisesystem angeschlossen wird oder nicht. Teil eines Franchisesystems zu sein hat seine Vor- und Nachteile.

Vorteile: Markenbekanntheit und Unterstützung

Bei der Eröffnung eines neuen Franchise-Studios, ist einer der größten Vorteile definitiv die Markenbekanntheit. Dadurch sparen sich Studiobetreiber bei der Studiogründung hohe Kosten für Werbemaßnahmen und gewinnen das Vertrauen ihrer Zielgruppe, da der Studioname bereits am Markt etabliert ist. Zudem gibt es bereits bewährte Werbemaßnahmen, sodass das Werbebudget nicht komplett ins Blaue geht.

Des weiteren ist mit Unterstützung des Franchisegebers, zum Beispiel durch Schulungen für das Personal sowie einer Gründungsunterstützung, zu rechnen. Im Rahmen der Standortwahl sichern Franchisegeber den Studiobetreibern außerdem einen Gebietsschutz zu, der je nach Lage einen bestimmten Umkreis um das Studio meint.

Nachteile: Lizenzgebühren, Mindestkapital und Vorgaben

Um Teil eines Franchisesystems zu werden, fallen in der Regel Lizenzgebühren an und da Franchisegeber meist Kapitalgesellschaften sind, fordern diese teilweise ein Mindestkapital. Der Franchisenehmer haftet außerdem vollumfänglich mit dem Privatvermögen.

Darüber hinaus ist mit Vorgaben des Franchisegebers bei der Studiogründung zu rechnen wie zum Beispiel der Studioausstattung oder einer einheitlichen Arbeitskleidung.

Zielgruppe und Standortwahl

Um den richtigen Standort für das Fitnessstudio zu finden, ist die Analyse des Einzugsgebietes und der potentiellen Zielgruppe entscheidend.

Das Studio sollte für die Zielgruppe gut erreichbar sein und über ausreichend Parkmöglichkeiten für PKW und Fahrräder verfügen. Doch auch die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr hat einen großen Einfluss auf den Besucherstrom.

Zudem sollte ein Studiobetreiber festlegen, wie groß das potenzielle Einzugsgebiet ist und schauen, dass es in diesem nicht zu viele Konkurrenten mit vergleichbaren Konzepten in diesem Bereich gibt.

Finanzierung & Startkredit

Für Existenzgründer gibt es zahlreiche Zuschüsse und Fördermittel, die vom Staat oder Förderbanken für die Selbstständigkeit vergeben werden. Förderprogramme sowie Zuschüsse sind jedoch abhängig vom jeweiligen Bundesland und können unterschiedlich variieren, sodass eine individuelle Prüfung notwendig ist. Die BAFA bietet zum Beispiel Zuschüsse für eine Beratung nach der Gründung an.

Weiterhin gibt es ein vielseitiges Angebot an Förderprogrammen. Es gibt beispielsweise Zuschüsse für die Finanzierung oder Gründungszuschüsse der Agentur für Arbeit, wie das sogenannte EXIST-Gründerstipendium. Auch Beratungszuschüsse sind möglich, bei denen die Kosten für die Beratung durch einen Gründercoach anteilig übernommen werden.

Anschaffungskosten und laufende Ausgaben

Typische Anschaffungskosten für ein Fitnessstudio

  • Kosten für eine Gewerbeanmeldung
  • Anschaffungskosten für Geräte und Zubehör
  • Erstellung einer Website
  • Kosten für Umbau der Räumlichkeiten
  • Beratungskosten (Steuern & Finanzen etc.)

Beispiele für laufende Kosten eines Fitnessstudios

  • Miete, Strom und Wasser für das Fitnessstudio
  • Steuern (Umsatzsteuer sowie Gewerbesteuer)
  • Beiträge für unterschiedliche Versicherungen
  • Lohnkosten für das Personal
  • Beiträge für die IHK sowie die Berufsgenossenschaft
  • Werbekosten
  • Internetkosten
  • Software

Wie finde ich gutes Personal für mein Studio?

Die neuesten und modernsten Geräte reichen allein nicht aus, um einem Fitnessstudio den Erfolg zu garantieren. Motivierte Mitarbeiter und Fitnesstrainer mit überzeugenden Qualifikationen, sind die tragende Säule eines guten Fitnessstudios. Empfehlenswert sind Mitarbeiter mit einschlägigen Berufserfahrungen, die branchenspezifische Ausbildungsnachweise und Zertifikate vorweisen können, nur so ist ein seriöses Training und effektive Anleitung für die Nutzung der Geräte möglich.

In den letzten Jahren haben sich die Anforderungen in der Fitnessbranche dahingehend verändert, dass individuelle Betreuung und Beratung zu Training, Gesundheit und Ernährung zunehmend an Bedeutung gewinnen und gefragter sind denn je. Mitarbeiter übernehmen nicht nur die Rolle des Trainers, der für die Mitglieder individuelle Trainingspläne entwickelt, sondern nimmt auch die Rolle des Coaches und Motivators ein. Der DSSV bietet, hinsichtlich dieser veränderten Rahmenbedingungen im Bereich Fitness- und Gesundheit, verschiedenste Formen der Aus- und Weiterbildung an.

Bei der Eröffnung eines Fitnessstudios, sollten definitiv die Ausgaben für einen zertifizierten Fitnesstrainer in die Budgetplanung mit aufgenommen werden. Das durchschnittliche Gehalt eines Fitnesstrainers liegt in Deutschland bei circa 1.800 Euro brutto pro Monat. Hinzu kommen Lohnnebenkosten (circa 21 % on Top), die ebenfalls berücksichtigst werden sollten.

Des weiteren Reinigungspersonal sowie eine Empfangsdame, die sich um die Vereinbarung von zum Beispiel Probe- oder Personaltrainings kümmert.
Weitere Berufe, die für Studiopersonal in Frage kommen:
Krankengymnast, diplomierter Sportlehrer, Fitnessfachwirte, Gesundheitstrainer sowie ausgebildete Personal Trainer.

Auch wenn sich für Personal mit Berufserfahrungen entschieden wird, muss dieses vor der Studioeröffnung unbedingt geschult werden. Schulungsthemen könnten zum Beispiel der Umgang mit der Studiosoftware oder die Erstellung eines Trainigsplans für ein Mitglied sein.

Studio-Infrastruktur: Soft- und Hardware

Um eine gute Infrastruktur für das Fitnessstudio zu schaffen ist die Anschaffung von Soft- sowie Hardware notwendig. Mit der Magicline und der dazugehörigen kostenlosen App für die Mitglieder, sind Studiogründer bestens aufgestellt, um direkt loszulegen! Die Magicline unterstützt Studiobetreiber beim Management der Verwaltungsaufgaben und Digitalisierung des Studios, sodass die eingesparte Zeit für wichtigere Dinge genutzt werden kann: die Betreuung der Mitglieder!

Hardwarekosten für die Steuerung des Studios

Must have: Die Einlasskontrolle

Option 1: freier Check-In (199 € – 1.200 €)

Die günstigste Option ist der Check-In der Mitglieder durch den Mitarbeiter am Tresen. Alternativ ist auch der Check-In an einem freistehenden Terminal durch den Kunden selbst möglich.

Option 2: Check-In mit Drehkreuz (ab 4.000 €)

Ein oder mehrere Drehkreuze sind mit einem Lesegerät ausgestattet und die Mitglieder können sich selber ein- und auschecken. Durch ein flexibles Geländersystem inkl. Fluchttür ist diese Lösung individuell an deinen Eingangsbereich anpassbar. Ob das Drehkreuz neben einem Check-In auch mit einem Check-Out ausgestattet sein soll ist frei wählbar.

Option 3: Check-In mit Türsteuerung (544 € – 1.450 €)

Die Mitglieder können sich an deiner Eingangstür selber ein- und auschecken. Dies ist vor allem für personallose Studios praktisch, aber auch mit Option 1 und 2 kombinierbar, wenn der Empfang nicht während der gesamten Öffnungszeit besetzt sein sollte.

Installationskosten

 Option 1Option 2Option 3
Ferninstallationab 89€ je Technikerstunde ab 89€ je Technikerstunde
Vor-Ort-Installation 89€ je Technikerstunde zzgl. Fahrtpauschale 
Installationskosten für Eintrittskontrollen

EDV-System (ab 699 €)

Beginnend beim einfachen EDV-System für Büro und Empfang über Kassenschublade & Bondrucker bis hin zur Serverausstattung gibt es hier eine Vielzahl an Möglichkeiten. Was genau du für dein Studio benötigst hängt vor allem davon ab, wie viele verschiedene (technische) Angebote du deinen Mitgliedern und deinem Team bieten möchtest.

Hardware

Die Hardware für die Steuerung eines Studios kostet in etwa 18.000 – 30.000 € (Luft nach oben ist natürlich immer). Diese setzt sich unter anderem aus folgenden IT-Systemen zusammen:

  • Zutrittskontrolle: ca. 5.300 €
  • Getränkeleser: ca. 1.000 €
  • Steuerung für Solarium, Massageliege, Powerplate: ca. 6.200 €
  • Saunatürleser: ca. 1.800 €
  • Spindnummernausleser: ca. 1.200 €
  • Steuerung eines Snack-, Shake- und Kaffeeautomaten: ca. 1.250 €
  • Studiotechnik: ca. 950 €
  • Installationskosten: ca. 4.300 €

Laut unseren Experten und Erfahrungsberichten, dauert die Einrichtung eines neuen Studios eine ganze Weile.

  • 6 – 10 Wochen Vorlaufzeit für die Einrichtung (Beratung, Terminierung, Besichtigung)
  • Mindestens 4 – 6 Wochen für Bau- bzw. Umbau und die Studioeinrichtung

Unterstützung bei der Studiogründung durch Bedarf.de

Unsere Kolleginnen und Kollegen von Bedarf.de bieten ihre Hilfe und Beratung bei der Studiogründung an. Mit ihrer 360°-Studiobetreuung erhalten Studiogründer nicht nur wichtige Tipps, sondern auch alles aus einer Hand zu besten Konditionen, da Bedarf.de direkt mit den Herstellern zusammenarbeitet und ein eigenes Logistikzentrum führt.

Abbildung eines Partners für die Studiogründung und Möglichkeit eines Beratungstermins
Bedarf.de ist der perfekte Partner bei einer Studiogründung

Kunden & Marketing

Jetzt geht es um Werbung & Marketing, denn jedes Studio benötigt Aufmerksamkeit. Hier gilt es zum einen passend zum Studiokonzept die Inhalte zu definieren, die das Studio besonders wertvoll machen. Die Frage lautet: Was macht dein Studio so besonders? Hier sind drei Inspirationen, um sich von der Konkurrenz abzuheben:

  • Top-Preis-Leistungs-Verhältnis (ein großes Angebot, schickes Interieur, viele Zusatzoptionen wie Sauna, Kurse, preislich unterhalb der Premiumanbieter).
  • „Back to the roots“ (Nostalgie pur, familiäres Ambiente und eine Homage an die alten Zeiten von Arnie, kein hochmoderner „Schnick-Schnack“, sondern purer Stahl).
  • Jugendlich (Modern, ein großes digitales Angebot, kostenloses WLAN ist ein Muss und auf den Bildschirmen laufen die neuesten TikTok- und Instagram-Videos, rockige Musik und auf die Jugend abgestimmt).

Social Media für Fitnessstudios

Heute ist es für Studiogründer unumgänglich, Social Media zu nutzen (mindestens Facebook und Instagram). Über diese Kanäle präsentieren Studios ihre Stärken und können auf neue Angebote, Geräte oder Kurse hinweisen.

Hier entsteht dann auch die Community, die zum großen Teil aus Freunden und Stammbesuchern des Studios besteht. Mitglieder nutzen Social Media-Kanäle, um mit dem Studio in Kontakt zu treten, Fragen zu stellen, Termine zu buchen oder einfach ein Foto vom Training hochzuladen, um sich gegenseitig zu motivieren. Wie Studiobetreiber auf Instagram gute Inhalte erstellen und Reichweite generieren, haben wir bereits in einem Blogartikel für euch zusammengefasst.

Anhand unterschiedlicher KPI’s (Key-Performance-Indicators) wird anschließend der Erfolg der unterschiedlichen Maßnahmen berechnet. Die wichtigsten KPI’s für die Betreiber eines Fitnessstudios sind nicht nur für ausschlaggebend für die Erfolgsmessung, sondern fungieren auch als Frühwarnsystem.

Fazit

Eine genaue Planung, realistische Kalkulation und präzise Markendarstellung sind wichtig, um den Traum vom eigenen Studio zu verwirklichen. Studiogründer sollten unbedingt die Chance nutzen, um mit einem starken Studiokonzept und gut ausgearbeitetem Businessplan an Kredite und Förderungen zu gelangen.

Doch es gibt noch vieles mehr zu beachten und deshalb hilft am Ende nur eins: Tipps von anderen Gründern einholen, Erfahrungsberichte sammeln und mit anderen Studiobetreibern sprechen. Unsere Kollegen von der Magicline oder Bedarf.de haben bei Fragen auch immer ein offenes Ohr. Wir unterstützen Studiogründer seit vielen Jahren und kennen die Fallstricke, vor allem in der Anfangsphase.

Marny Oppelt

am 20. Oktober 2020

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1 min
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