Erfolgreich trotz Pandemie

Interview mit Transformer Gym

Transformer Gym
Interview mit Björn Schloßmacher

Schnelles Umdenken und Kreativität

In den vergangenen Monaten wurde viel über Mitgliederverluste und Umsatzeinbrüche in der Fitnessbranche berichtet. Dass es aber auch anders geht und man durch Herausforderungen wie die Corona-Krise ein neues, innovatives Konzept entwickeln kann, zeigt Björn Schloßmacher. Er hat mit dem Transformer Gym in Rosenheim den ersten 1K Member Club ins Leben gerufen und mit einem ganz neuen Personal Coaching während der Krise seine Umsätze erhöht. 

Bild: Björn Schloßmacher
Björn Schloßmacher hat mit Transformer Gym den erste 1K Member Club gegründet

Wir haben Björn zum Interview gebeten und ihn gefragt, wie er es gemeinsam mit seinem Team geschafft hat, trotz – oder gerade wegen – des Lockdowns so erfolgreich zu werden.

Interview mit Björn Schloßmacher

Hallo Björn!

‘Geiles Training, geiles Studio, geile Getränke’. Wenn man sich so eure Website anschaut, bekommt man richtig Lust auf Workout. Selbst für den geilen Sound ist gesorgt. Ihr habt über 30 Sonosboxen und zwei Subs. Nicht schlecht!

Wie wichtig sind euch Style und Design und wie würdet ihr ihn bezeichnen?

“Wir legen sehr großen Wert auf Style und ein cooles Design. Wir möchten unseren Mitgliedern ganz klar zeigen: Ihr befindet euch in einem Premium Studio. Das fängt bei der Einrichtung an, geht über alle Sinnesorgane weiter bis hin zu unseren Auftritten im Internet. Das Transformer Gym ist etwas Besonders und das muss man sehen, hören und fühlen.“

Welches Image möchtet ihr ausstrahlen und wie versucht ihr das zu erreichen? 

“Wir sind der erste 1 K Member Club! Das heißt, wir haben uns dazu entschlossen, uns auf 1.000 Mitglieder zu beschränken. Wer dann rein will, muss sich einen Platz reservieren. Die Reservierung kostet 100 Euro und die muss man auch hinterlegen. Erst wenn ein Kunde uns verlässt, kann der nächste rein. 

Was wir damit sagen und erreichen wollen ist, dass wir ein ganz exklusiver Club sind, in den eben nicht jeder rein kann. Wir bieten aber auch einiges an: Mit unserem Erfolgscoaching haben wir beispielsweise eine Dienstleistung geschaffen, die kein anderes Studio hat. Unser Image ist ganz klar: Wir wollen ein exklusiver Club sein, in dem der Kunde mit dem Erfolgscoaching das erste Mal seine Ziele wirklich erreicht!“

Bild: Björn Schloßmacher

„Um es in einem Satz zu sagen: Mit der Verknappung der Mitglieder erzeugen wir Begehrlichkeit, mit dem Coaching den Erfolg.”

Björn Schloßmacher

Auf welche Zielgruppe habt ihr euch mit Transformer Gym spezialisiert bzw. wie sieht das perfekte Mitglied aus? 

“Alle, die es ernst mit dem Training meinen und bereit sind dafür auch ein paar Euro mehr auszugeben. Wir wollen keine ‘Billigheimer’, die für 20 Euro im Monat trainieren wollen. Wir wollen die, die bereit sind für Qualität zu bezahlen und es dann auch wertschätzen können. 

Unser Publikum ist 25 – 40 Jahre alt, Tendenz steigend. Die meisten von ihnen haben schon viel ausprobiert, aber nie das erreicht, was sie wollten. Mit unserem Erfolgscoaching schaffen sie es aber das erste Mal. 

Dass wir damit Erfolg haben, zeigt sich auch an einer sensationellen Mund-zu-Mund-Propaganda. Wir haben in drei Wochen fast 50 Erfolgscoaching-Verträge verkauft, und das bei einem Monatsbeitrag von über 100 Euro!“

Kommen wir nun zur Software. Was uns natürlich brennend interessiert: Wie kam es dazu, dass ihr euch für die Magicline entschieden habt und was waren die ausschlaggebenden Gründe? 

“Ein modernes und junges Unternehmen wie wir es sind benötigt eine moderne Software. Da wir alle im Gym auch planen und Kunden außerhalb der Studioräume betreuen, haben wir nach einer Lösung gesucht, die Browser-basiert und von überall abrufbar ist. 

Außerdem wollten wir eine Lösung, die leicht zu verstehen ist, so dass neue Mitarbeiter schnell eingearbeitet werden können. Ich kann nicht jeden Mitarbeiter zunächst eine Woche auf eine Schulung schicken, damit er die Software lernt. Magicline hat uns das und noch viel mehr geboten.”

Gibt es bestimmte Features bei der Magicline, die ihr besonders mögt? Wenn ja, welche sind es? 

“Dass man sie instinktiv bedienen kann und sie natürlich auch cloudbasiert ist. Die Analyse-Tools sind toll. Ich habe alle Daten immer im Überblick und kann sie egal wann und egal wo abrufen.”

Welchen Einfluss hatte Corona auf euch und wie seid ihr durch die Krise gekommen? 

“Wir haben in der Corona-Zeit erst richtig losgelegt. Das klingt paradox, doch bei uns brannte das Licht im Gym bis spät in den Abend, weil wir gearbeitet haben. Ein großer Teil der Arbeit bestand darin, für unsere Mitglieder da zu sein und sie auf eine ganz individuelle Art zu betreuen.

Während viele andere Studiobetreiber Pauschal-Online-Kurse für Gruppen angeboten haben, sind wir mit jedem einzelnen Mitglied bei uns ins Gespräch gegangen und haben sie individuell betreut. Das Ergebnis der intensiven Betreuung ist nun ein einzigartiges Konzept, das wir als ‘Erfolgscoaching’ bezeichnen. Das Mitglied erhält dadurch einen Personal Coach und Trainer, der ihm zur Seite steht und wöchentlich ‘auf die Pelle rückt’.” 

Wie wird sich Transformer Gym nun nach der Pandemie aufstellen? Habt ihr ein neues Konzept oder geht ihr wieder zurück zum Stand vor der Krise?

“Wir hatten mit dem Online Personal Coaching dermaßen große Erfolge, dass wir es als festes Vertragsangebot erstellt haben. Da dieses Coaching aber auch sehr anstrengend ist und viel Zeit erfordert, mussten wir den Preis entsprechend erhöhen – und das nicht zu knapp. Wir hatten erst Sorge, dass wir unsere Kunden nicht in den neuen Vertrag bekommen, doch das war dann kein Problem. 

In Zukunft werden wir digitale Angebote mit dem Workout im Gym natürlich kombinieren. Aber was vor allem wichtig sein wird, ist die individuelle Betreuung der Mitglieder. Auch die muss online und vor Ort funktionieren, damit Erfolge entstehen.“ 

Bild: Björn Schloßmacher

„Und am Ende ist es der Erfolg der Mitglieder, der auch uns erfolgreich macht.”

Björn Schloßmacher

Aktuell sprechen ja viele über neue Vertragslaufzeit-Modelle. Sind monatliche Kündigungsoptionen sinnvoll oder nicht? Haben 24-Monats-Verträge eine eher abschreckende Wirkung und sind nicht mehr zeitgemäß? Wie ist eure Meinung zu dem Thema und wie stellt ihr euch hier in Zukunft auf? 

“Ja, das sind Themen, bei denen jeder Studiobetreiber vor großen Entscheidungen steht. Für das Mitglied ist ein monatlich kündbarer Vertrag natürlich toll, für den Studiobetreiber eine Herausforderung. 

Ich denke aber, dass sich die monatlich kündbare Vertragsoption durchsetzen wird und das besonders bei den Discountern. Im Premium Bereich wird man dagegen sehr nahe und intensiv mit dem Kunden arbeiten müssen, um längere Laufzeiten und höhere Beiträge durchsetzen zu können.

Man muss sich mit seinem eigenen Konzept auf dem Markt platzieren. Dann, denke ich, ist alles umsetzbar – auch 24-Monatsbeiträge und hohe Tarife. 0815 Studios ohne Konzept und Positionierung werden sich weiter mit monatlich kündbaren und preiswerten Tarifen behaupten können bzw. versuchen am Leben zu bleiben. 

Wir selber bleiben bei unserem Konzept: Exklusivität und die intensivste und kundennahste Betreuung auf dem Fitnessmarkt!”

Ein wahnsinnig wichtiges Thema gerade für die Zeit nach der Krise: die Neukundengewinnung. Wie geht ihr hier vor und über welche Kanäle kommt ihr an eure Kunden? 

“Durch den erneuten Lockdown ist Neukundengewinnung schwierig geworden. Die Leute sind verunsichert und abwartend. Dazu haben wir jetzt Sommer und die Ferien stehen an. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, von Innen heraus zu wachsen. Also aus dem, was wir haben zu wachsen und die Umsätze zu steigern. Das schaffen wir wiederum über das Erfolgscoaching und Vertrags-Upgrades. 

Damit die Neukunden aber nicht ganz ausbleiben, setzen wir auch auf hochwertigen und regelmäßigen Content auf Social Media. Das sind für uns die wichtigsten Marketingkanäle.”

Apropos Zukunft. Welche Pläne habt ihr generell und wohin soll sich Transformer Gym noch entwickeln? Gibt es bald eine zweite Filiale? 

“Das hängt natürlich stark von der Entwicklung der Pandemie und der Fitnessbranche ab. Es wird definitiv weitere Unternehmen geben, was und in welcher Branche, wird sich noch zeigen. Ideen sind viele da und die Möglichkeiten auch.” 

Bild: Transformer Gym
Das Team von Transformer Gym ist trotz Pandemie auf Erfolgskurs

OK, wir sind gespannt, was da noch kommt! Und was glaubt ihr ist für die Zukunft der Fitnessbranche wichtig, damit sie weiterhin erfolgreich ist? Muss sich etwas ändern? 

“Als erstes, keine weiteren Lockdowns mehr! Die Branche wird sich aber mit Sicherheit erholen. Es ist natürlich schwer, für die gesamte Branche zu sprechen. Wir gehen davon aus, dass man ein glasklares Konzept braucht, um weiterhin als Fitnessstudio Erfolg zu haben und sich gegen die Discounter behaupten zu können. 

Desweiteren sind Transparenz und Digitalisierung wichtig! Ein analoges Studio wird keine Zukunft haben. Die Digitalisierung geht eben auch an der Fitnessbranche nicht vorbei und wer den Zug verpasst, wird Probleme bekommen.” 

Es bleibt also eine spannende Zeit. Vielen Dank, Björn!

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Isabel Rückert

am 02. September 2021

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